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Die lange Zeit des Wartens ist für den TV Wetzgau vorbei
Für den TV Wetzgau endet am Wochenende die längste Sommerpause in der Bundesliga aller Zeiten. Das Warten, um endlich den Kampf um den Klassenerhalt aufzunehmen, ist vorbei. „Wir sind bereit für einen heißen Herbst“, sagt Cheftrainer Paul Schneider. Seine Crew ist fit. Am Ende der Saison soll der Klassenerhalt stehen. „Wir lassen uns aber nicht unter Druck setzen“, so der Coach.
Die Wetzgauer Macher haben die vergangenen Wochen akribisch genutzt. „Wir wollen nichts dem Zufall überlassen, auch wenn es in der Vorbereitung immer wieder Schwierigkeiten zu überwinden gab“, sagt Paul Schneider. Mit Schwierigkeiten spricht der TVW-Trainer die immer wieder auftretenden Verletzungen seiner Stars an – und dennoch: Das dürfte alles vergessen sein, wenn die TVWler am Samstag in Chemnitz anzutreten haben. „Wir werden uns dort in Bestbesetzung präsentieren – und hoffentlich den ersten großen Schritt in Richtung Bundesliga-Erhalt tun.“
Kurzer Rückblick auf den bisherigen Verlauf der Runde: Die Wetzgauer kassierten bislang in vier Kämpfen vier Niederlagen. Das aber schockt die Athleten um den neuen deutschen Star Helge Liebrich nicht. Schließlich turnten die TVWler nur gegen die Elite–Mannschaften der Bundesliga. Gegen die TG Saar, den SC Cottbus, KTV Straubenhardt und EnBW Stuttgart waren die Gmünder chancenlos. Auf sechs Gerätepunkte brachte es der TV bis zum heutigen Tag. Schneider: „Das passt so weit schon, auch wenn es natürlich wenig Spaß macht, den ganzen Sommer über die Tabelle von ganz hinten anzuschauen – aus der Froschperspektive.“ Doch jetzt soll kräftig gequakt werden. Schließlich stehen für den Erstligisten nun die Duelle mit den direkten Kontrahenten in der unteren Hälfte der Tabelle an. Nur nicht am Ende der Runde Tabellenletzter sein. Diese Devise geben alle beim TVW aus.
Mit besseren Karten als die Wetzgauer geht MTT Chemnitz in den Rest der Saison: „Die sind durch“, fasst Paul Schneider die Bilanz des Gegners vom kommenden Samstag zusammen. Die Chance für den TVW? „Die werden uns kaum unterschätzen – aber sie treten ohne ihre beiden Jugend-Nationalturner an, die in Amerika bei einem Wettkampf sind“, ist der Trainer überzeugt. Auch wenn die Chemnitzer bereits vier Zähler auf der Habenseite verbucht und damit ihr Boot in der Mitte der Liga verankert haben, ist der Trainer optimistisch. „Wir sehen hier auf alle Fälle die Chance, zum ersten Mal in dieser Saison zu punkten.“
Dennoch geht der Blick der Gmünder parallel auch zur Konkurrenz: Während NTT Hannover (2:6 Zähler) auf den Titelfavoriten, die KTV Straubenhardt (8:0), trifft, muss die KTG Heidelberg, wie der TVW noch ohne Punkte, gegen den SC Cottbus (6:2) antreten – auch alles andere als einfach. „Wir wollen mit aller Macht verhindern, dass wir wieder am letzten Wettkampftag das Ding unter Dach und Fach bringen müssen“, sind sich Turner und Trainer einig. Aber: Das Restprogramm bietet auch für den TV eine riesige Chance. Nach dem Auswärtskampf am Samstag in Chemnitz folgt am 7. November der letzte Heimkampf der Saison gegen NTT Hannover.
Den Saisonabschluss, und die endgültige Entscheidung im Abstiegskampf, bildet dann der Kampf bei der KTG Heidelberg am 21. November. Der Trainer fiebert den letzten drei Duellen mit großem Enthusiasmus entgegen: „Wir hatten, durch die hervorragenden Leistungen von Helge Liebrich, einen super Sommer bei uns im Verein – diesen Schwung wollen wir mitnehmen, um die Klasse zu halten.“ Druck? „Nein, den haben wir nicht. Wir gehören zur deutschen Elite und das soll auch so bleiben. Aber unter Druck lassen wir uns deshalb nicht setzen.“
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