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Wetzgau siegt mit 51:29
Der TV Wetzgau hat den ersten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan: Mit einem klaren 51:29-Sieg in Chemnitz/Halle verließen die Wetzgauer den letzten Tabellenplatz. Gegen Hannover reichen am 7. November in eigener Halle bereits zwei Gerätesiege, um endgültig für ein weiteres Jahr die Kunstturn-Bundesliga zu sichern.
„Wir waren bestens vorbereitet, hatten die richtige Motivation“, sagte
Helge Liebrich, der Star des TV Wetzgau, der sich nach dem Kampf in
Chemnitz gleich auf den Weg nach Hannover zur Championstrophy machte,
bei der er für Deutschland an den Start ging. Sein Trainer lobte denn
auch die Einstellung seines besten Turners: „Helge hat unsere Jungs
nochmals zusätzlich angetrieben, hat ihnen klar gemacht, welche Chance
in diesem Kampf liegt“, so Paul Schneider strahlend nach dem Kampf
gegen das Team um den Weltmeisterschaftsvierten am Sprung, Matthias
Fahrig.
Bereits der Beginn bewies: Das Trainerteam hatte die richtige Taktik
ausgewählt, um gegen das stark besetzte Team aus dem Osten bestehen zu
können. „Wir wollten sofort an den vorderen beiden Positionen dagegen
halten, nie in einen hohen Rückstand geraten, um dann mit den Turnern
drei und vier vollends alles klar zu machen“, sagte ein zufriedener
Coach. Und das System ging auf – bereits am Boden. Nachdem die beiden
vorderen Athleten Adrian Bucur und Helge Liebrich für den TVW gepunktet
hatten, passierte nichts mehr und Wetzgau konnte mit 8:4 den ersten
Gerätesieg landen. Ähnlich war der Verlauf am Pauschenpferd: Liebrich
und der an diesem Gerät überragende Popescu fuhren zehn Scorepoints für
die Wetzgauer ein, so dass zum zweiten Mal die Gerätepunkte auf das
Konto der Gäste wanderten: 18:8 lautete der Zwischenstand.
Bereits der Sieg? „Nein, da waren wir noch sehr unsicher – so eine
Führung kann trügerisch sein“, fasste Schneider zusammen. Doch das
„wacklige Gefühl“ nahmen die Turner ihrem Übungsleiter relativ schnell.
Denn auch an den Ringen ließen die TVWler nichts anbrennen. Dieses Mal
waren es erneut Helge Liebrich und Tobias Wolf, die die Zähler für die
Gäste verbuchten, so dass Vorsprung zur Halbzeit auf komfortable 26:12
Zähler anwuchs. Mit dem Wissen, am Sprung erneut den Gegner im Griff zu
haben, starteten die Wetzgauer in die zweite Tageshälfte. Und obwohl
Matthias Fahrig mit seinem Sprung fünf Scorepoints für Chemnitz
einfuhr, gab es nie einen Zweifel: Mit 10:5 ging auch Gerät Nummer vier
an den TV Wetzgau. Liebrich (4), Popescu (5) und Wolf (1) waren
erfolgreich.
Nach dem Reck knallen die Korken
Dass es am Barren knapp werden würde, ist beim TVW eigentlich schon
Normalität. „Doch auch hier haben wir uns durchgebissen – am Ende
reichte es für ein Remis an unserem Angstgerät. Das spricht für sich“,
waren sich die TVW-Funktionäre einig. Und dann folgte etwas, was die
Gmünder schon lange nicht mehr erleben durften: Mit einem 7:4-Triumph
am Reck konnten die Champagner-Korken knallen. Denn der TVW feierte mit
51:29 den ersten Saisonsieg und machte damit einen Riesenschritt in
Richtung Klassenerhalt.
Bereits direkt nach dem Ende begannen die Rechenspiele. Schneider: „Uns
reichen gegen Hannover zwei Gerätesiege, um den Klassenerhalt zu
sichern, wenn Heidelberg gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten
Straubenhardt keinen Zähler holt.“ Doch zu solchen Rechnungen wollen es
die Gmünder Athleten gar nicht erst kommen lassen. Landet der TV gegen
Hannover (Großsporthalle, 7. November, 17 Uhr) den zweiten Erfolg, dann
kann nichts mehr passieren. Dann ist der Erhalt der Bundesliga unter
Dach und Fach – ganz egal, was die Konkurrenz auch treibt. „So soll es
werden“, lacht der Coach. Und ist sich seit Samstag sicherer denn je:
„So wird es werden.“
Ergebnisse im Detail
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