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Zwei Gerätesi ege im Heimkampf gegen Hannover könnten den Klassenerhalt des TV Wetzgau sichern
Die Sektflaschen dürften bereits kalt stehen. Obwohl: Mit Überheblichkeit will der TV Wetzgau keinesfalls in den Heimkampf gegen Hannover gehen. Aber klar ist auch: Den Wetzgauern müssten bereits zwei Gerätesiege ausreichen, um endgültig sagen zu können: „Der TVW bleibt für ein weiteres Jahr erstklassig.“ Los geht’s in der Gmünder Großsporthalle am Samstag um 17 Uhr.
„Wir brauchen die
Unterstützung unserer vielen Fans – dann ist sicherlich einiges möglich“, hoffen
die Wetzgauer auf ein volles Haus beim letzten Heimkampf in diesem Jahr. Gegen
das niedersächsische Team aus Hannover würde der TVW gerne den nächsten
Mannschaftssieg einfahren. Doch dieser ist nicht zwingend notwendig. Paul
Schneider erklärt, warum: „Sollte – und davon ist fast auszugehen – Heidelberg
gegen den haushohen Favoriten aus Straubenhardt kein Gerät gewinnen, würden uns
bereits zwei Gerätesiege reichen, damit wir am letzten Wettkampftag nicht mehr
überholt werden können.“ So gesehen kann bereits ein Teilerfolg zum
Klassenerhalt führen. Doch gegen Hannover erwartet den TVW alles andere als ein
Zuckerschlecken. Die Niedersachsen warten mit einem top besetzten Team auf und
wissen selbst, dass sie im Falle einer Niederlage noch ganz tief in den
Abstiegsstrudel hinein gezogen werden können. Schneider: „Die werden alles tun,
um bei uns zu gewinnen, um dann entspannt in den letzten Wettbewerb gehen zu
können.“ Bei den Wetzgauern setzt man auf das zuletzt erfolgreiche Team, das in
Chemnitz den überraschenden Sieg landen konnte. Mit Bucur und Popescu stehen die
ausländischen Gerätespezialisten gemeinsam mit Helge Liebrich ganz vorne im
Team. Doch was dahinter folgt, kann sich längst auch bundesweit sehen lassen:
Wolf, Steeb, Brückner, Kuntner, Grünewald, Pfeifer – alle Namen haben längst
ihren Klang auch bei den anderen Vereinen. Dabei trifft für manchen Wetzgauer
zu, dass er nur zweimal in der Woche trainieren kann: „Das wird es in der ganzen
Bundesliga nicht noch einmal geben“, schmunzelt auch Helge Liebrich, der mit
großem Respekt auf die Sportler in seinem Team schaut, die nur so selten in der
Halle stehen können, dennoch aber ihre Bestleistungen abrufen. Sollte es für
Wetzgau nicht zum doppelten Geräteerfolg oder mehr am Samstag reichen, wäre
dennoch weiterhin alles möglich.
Dann aber nur, wenn gegen Heidelberg am
letzten Wettkampftag (21. November) gepunktet wird. Liebrich; „Ich finde diese
Spannung klasse und motivierend. Aber es wäre sicherlich schön, bereits jetzt am
Wochenende alles klar zu machen, schon um unseren Paul ein wenig zu schonen.“
Schließlich habe der endlich wieder ein paar Haare mehr, sagt Liebrich
süffisant. „Und wir wollen ja auch, dass das so bleibt“, grinst der Wetzgauer
Topathlet. Am Samstagabend wird sich zeigen, ob Schneider ganz beruhigt (und mit
voller Haarpracht) nach Heidelberg fahren kann. Oder aber, ob eine
nervenaufreibende Zitterpartie wie in den letzten Jahren ansteht.
Übrigens:
Ganz egal, wie der Wettkampf in eigener Halle ausgeht, werden die Wetzgauer zwei
Wochen später mit einem Schlachtenbummler-Bus nach Heidelberg fahren.
Anmeldungen sind am Samstag bereits in der Gmünder Großsporthalle möglich.
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