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Trotz Niederlage: TV Wetzgau feiert |
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16.11.2009 |
Gerätesiege am Boden und Sprung sichern dem TVW den Klassenerhalt
Die letzte Übung war geturnt und die Gmünder Großsporthalle leerte sich nach und nach. Doch so richtig wusste immer noch niemand, was man mit der Wetzgauer 23:54-Niederlage gegen das NTT Hannover anfangen sollte. Am späteren Abend aber wurde klar: Die zwei Gerätesiege (Boden und Sprung) hatten dem TVW gereicht, um endgültig den Klassenerhalt in der Bundesliga zu sichern.
Letzter bleibt das Team aus Heidelberg, das gegen den
Meisterschaftsfavoriten Straubenhardt eine 8:79-Niederlage kassierte
und somit sich auch im letzten Kampf (gegen Wetzgau am 21. November)
nicht mehr verbessern kann.
Paul Schneider blickte zur Halbzeit des Wettkampfes hinauf auf die
große Tribüne der Sporthalle in der Katharinenstraße: „ Eine
Klassestimmung“, konstatierte der Cheftrainer und freute sich über die
knapp 700 Besucher zum letzten Heimkampf in diesem Jahr. Dass es zum
Gesamtsieg gegen das Niedersächsische Turnteam Hannover nicht reichen
würde, war bereits zu diesem Zeitpunkt relativ klar. Zu häufig
leisteten sich die Wetzgauer individuelle Fehler, die die Gäste rund um
ihre Stars Gisi und Brettschneider ohne mit der Wimper zu zucken
ausnutzten. Jedoch hatte der TVW für den persönlichen Triumph schon den
Grundstein gelegt – mit dem Sieg am Boden. Am ersten Gerät hatten sich
die TVW-Athleten Adrian Bucur, Tobias Wolf, Helge Liebrich und Tobias
Grünewald mit 6:5 Scorepoints gegen die Hannoveraner durchgesetzt.
Das Durchatmen war bis auf die Tribüne zu vernehmen. Denn es war zu
diesem Zeitpunkt bereits absehbar, dass es zu zwei Geräteerfolgen
reichen könnte, sind die Wetzgauer doch vor allem am Sprung eine Bank.
Zuvor jedoch starben die Hoffnungen am Pauschenpferd und an den Ringen.
Während am schwierigsten Gerät überhaupt, dem Pferd, die Wetzgauer sich
zahlreiche Absteiger und Fehler leisteten, turnte Hannover deutlich
stabiler und siegte mit 11:4. An den Ringen wurde die Überlegenheit des
NTT noch deutlicher – beim 2:12 konnte nur Wetzgaus Star Helge Liebrich
punkten. Die Pause tat den TVW-Turnern nach diesen beiden deutlich
verlorenen Geräten sichtlich gut. Voll motiviert kehrte das Team in die
Halle zurück - und holte sich den so wichtigen Sieg am Sprung mit 8:3.
Daniel Popescu und Helge Liebrich verbuchten jeweils vier Zähler,
während Tobias Wolf und Dominik Pfeifer ihren Kontrahenten nur knapp
den Vorteil lassen mussten.
Am Barren, dem vorletzten Gerät, war der TVW ein weiteres Mal auf
Siegeskurs, stand aber am Schluss mit leeren Händen da. Sven
Brückner-Kakaris hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und musste zum
entscheidenden Zeitpunkt ein 0:5 hinnehmen. Dass am Reck erneut die
Hannoveraner Übermacht zu groß sein würde, war den Trainern schon im
Vorfeld klar. Sinnbildlich dann auch der unfreiwillige Abgang von
Tobias Wolf, der bei seinem Flugteil an der Stange vorbeiflog und
bäuchlings auf den Boden klatschte. Mit 0:16 am Reck und somit mit
24:53 insgesamt endete das Duell mit Hannover. „Kein Beinbruch – wir
sind stolz auf unsere Mannschaft“, sagten die Wetzgauer Offiziellen,
während das große Zittern begann. Bis 21 Uhr mussten sich die TVWler
gedulden, ehe das Ergebnis aus Straubenhardt die Runde machten. Mit
einem nach seiner Verletzung (Außenbandriss) schon wieder bärenstarken
Fabian Hambüchen siegte der Meisterschaftsanwärter Nummer eins gegen
Heidelberg 79:8.
Somit stand am Samstagabend fest: Egal wie der letzte Kampf des TVW in
zwei Wochen in Heidelberg auch endet, die Wetzgauer bleiben definitiv
in der ersten Bundesliga.
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